Anzuchterde Test 2016: Die Testsieger

Die Samen sind gesät und was dann passiert gleicht einem einzig großen Fiasko.

Obwohl die Rahmenbedingungen stimmen gehen die Samen nur vereinzelt auf, und die die Aufgehen bleiben in ihrer Entwicklung stehen oder gehen bereits nach kurzer Zeit wieder ein.

Falsches Erdsubstrat ist in solchen Fällen oft die Ursache für die zu niedrige Keimquote bzw. das mangelnde Pflanzenwachstum. Die Lösung: spezielle Anzuchterde (auch: Anzuchtsubstrat)

Welches Anzuchtsubstrat seinen Namen verdient und welches nicht, erfährt Ihr in unserem Anzuchterde Test 2016.

Empfehlung Anzuchterde: COMPO SANA Anzucht- und Kräutererde

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Beschaffenheit

Zwar unterscheidet sich Anzuchterde äußerlich nicht von herkömmlicher Blumenerde. Doch die Zusammensetzung und der Nährstoffgehalt sind ein ganz anderer.

Anzuchterde ist speziell an den Bedürfnissen von Sämlingen ausgelegt.

#1 Feinkörnig

Anzuchterde ist besonders feinkörnig und locker. Das erleichtert ein späteres Pikieren ungemein. Außerdem neigt feinkörnigeres Erdsubstrat zu weniger Staunässe. Lockere Erde versorgt die empfindlichen Wurzeln mit genügend Sauerstoff.

Auch lassen sich die Aussattschalen/ Stecklingsplatten  besser füllen.

#2 Hoher Sandanteil

Um ein austrocknen der Samen zu verhindern sollte Anzuchtwerde über eine gute Wasserhaltefähigkeit verfügen. Jedoch sollte überschussige Feuchtigkeit gut abfließen können, um Staunässe und damit die Gefahr von Wurzelfäulnis und Schimmelbefall zu verhindern.

Aus diesen Gründen wird Anzuchterde oft Sand hinzugegeben und das in nicht geringen Mengen.

#3 Geringer Nährstoffgehalt

Anzuchterde ist arm an Nährstoffen. Was zunächst für Verwunderung sorgt, hat einen plausiblen Grund.

Keimlingswurzeln sind noch sehr empfindlich und Düngersalze von Kunstdüngern könnten das Wurzelsystem schädigen. Außerdem kann zu nährstoffreiches Erdsubstrat zum Vergeilen führen.

Ein Mangel an Nährstoffen im Substrat hingegen trägt zu einer verstärkten Wurzelbildung bei, was der Pflanze im weiteren Verlauf ungemein zu Gute kommt.

Doch keine Angst, dass der Sämling an Nährstoffmangel leidet. Denn die Samen enthalten bereits alle bis zum Wachstum zur Jungpflanze erforderlichen Nährstoffe.

#4 Frei von Keimen, Krankheiten und Pilzsporen

Anzuchterde ist frei von Keimen, Krankheitserregern, Pilzsporen und andere Mikroorganismen, die das Wachstum beeinträchtigten bis hin die jungen Pflänzchen verenden lassen könnten. Gerade Sämlinge sind stark anfällig gegen Krankheiten, etc.

#5 Frei von Samen anderer Gewächse

Anzuchterde ist frei von Samen und Wurzeln anderer Gewächse. Das ist deshalb so wichtig, da die unerwünschten Gewächse schneller wachsen könnten als die ausgesäten Kulturpflanzen und diese so „verdrängen“ würden.

Die Folge wäre ein Konkurrenzkampf um Wasser, Platz und vor allem Sonnenlicht.

Anzuchterde Test

In einem von uns durchgeführten Anzuchterde Test haben wir einige Substrate gegeneinander antreten lassen. Einen Vergleich der besten Anzuchterde finden Sie nachfolgend.

COMPO SANA® 10 L
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Zuletzt aktualisiert am
21.10.2017 12:03
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Zuletzt aktualisiert am
21.10.2017 11:15
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13,95€
 
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Anzuchterde selber machen

Anzuchterde kann entweder im Fachhandel erworben oder selbst hergestellt werden.

Wer Anzuchterde selber machen möchte benötigt nicht viel. Die selbst gemachte Anzuchterde setzt sich lediglich aus den folgenden drei Komponenten zusammen:

  • 1/3 sehr reifer Kompost
  • 1/3 (Quarz-) Sand
  • 1/3 Gartenerde

Kompost

Reifer Kompost oder Humus bieten einen für die meisten Pflanzen optimalen pH-Wert und kommen mit allerlei Nährstoffen daher, die jedoch nur langsam abgegeben werden.

Gartenerde

Der Nährstoffgehalt von herkömmlicher Gartenerde ist gering, was wiederum das Wurzelwachstum begünstigt und Vergeilung entgegenwirkt.

(Quarz-) Sand

Sand lockert das Anzuchtsubstrat auf, begünstigt den Wasserabfluss und beugt so Staunässe vor.

Anleitung

Es gilt alle drei Komponenten gut miteinander zu vermischen und anschließend zu sieben. Feingemahlene Holzkohle wehrt Pilzbefall ab und kann bei Bedarf in geringen Mengen ebenso zugemischt werden.

Der „Grundmischung“ werden, je nach Bedürfnis der jeweiligen Pflanzenart weitere Bestandteile, wie zum Beispiel Steine, Kiss, Kokosfaser oder Lehm zugemisch.

Um die Selbstgemachte Anzuchterde Keimfrei zu bekommen, gilt es diese bei hohen Temperaturen zu sterilisieren. Hierzu die Anzuchterde für eine halbe Stunde bei 200 °C in den Backofen geben oder für 15 Minuten in die Mikrowelle.

Empfehlung: Gartenshops






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