Holzspalter Test 2017: Die Testsieger

Keine Lust mehr mühselig Holz mit der Hand zu spalten?

Eine bequeme Alternative zum Holz hacken mit der Spaltaxt, dem Spalthammer oder dem Spaltkeil sind Holzspalter.

Welche Holzspalter mehr und welche weniger zu empfehlen sind, darüber geben wir Auskunft in unserem Holzspalter Test 2017.

Beschaffenheit

Bei einem Holzspalter handelt es sich um ein Gartengerät zum Spalten von bereits zu Recht geschnittenen Baumstämmen. Ein auf den Holzspalter eingelegter Baumstamm bzw. Holzstück wird gegen einen Spaltkeil getrieben uns so gespalten.

Zu gewöhnlich werden Holzspalter mit einem Hydraulikzylinder über eine Zapfwelle angetrieben. Die Spaltkraft des Geräts wird in der Einheit Tonne angegeben. Korrekterweise wäre die Einheit Newton.

Unterschiede ergeben sich, ob die Zapfwelle von einem Elektro- oder Benzinmotor angetrieben wird und ob der Holzspalter liegend oder stehend betrieben wird.

Um Unfälle zu vermeiden, setzt der Betrieb des Holzspalters beide Hände voraus.

Holzspalter stehend vs. liegend

Grundsätzlich unterschieden werden können drei Arten von Holzspaltern. Wobei fast ausschließlich nur noch die stehenden und die liegenden Holzspalter anzutreffen sind. Der Kegelspalter mit seinem konischen Metallkegels ist kaum noch im Gebrauch.

Holzspalter stehend

Grob gesagt werden kann, dass stehende bzw. vertikale Holzspalter eher etwas für den „Profi-Bereich“ sind. Bei diesen Geräten wird das Holz aufgestellt und von oben bewegt sich ein Keil auf dieses zu und spaltet es.

Die Spaltkraft von stehenden Holzspaltern fällt um einiges höher aus, als die von liegenden Holzspaltern. Doch nicht nur das. Durch die höhere Spaltkraft und der größeren Bauweise, sind stehende Holzspalter dazu imstande,  Holzscheite von etwa Meter zu spalten. Selbiges gilt auch für den Durchmesser.

Um nicht unnötige Zeit beim Holz spalten zu verschwenden, sind die meisten Geräte höhenverstellbar. Dadurch wird die zurücklegende Strecke der Spaltvorrichtung verkürzt. In folgedessen erfordert ein Spaltvorgang weniger Zeit.

Durch zwei, jeweils seitlich an der Hinterseite angebrachter Räder, sind stehende Holzspalter leicht transportierbar.

Das alles hat seinen Preis und daher sind stehende Holzspalter wesentlich teurer, als die liegenden Ausführungen.

Vorteile

  • Hohe Spaltkraft
  • Voluminösere, bis zu ein Meter lange Holzscheite lassen sich spalten
  • Zumeist höhenverstellbar und damit ideal für unterschiedlich langes Holz

Nachteile

  • Teurer in der Anschaffung
  • Nicht wirklich platzsparend

Holzspalter liegend

Grob gesagt werden kann, dass liegende bzw. horizontale Holzspalter eher etwas für den „Privatgebrauch“ sind.

Privatgebrauch daher, da nur Holzscheite mit einer Länge von ungefähr 50 cm gespalten werden können. Selbiges gilt für die Breite der Holzscheite sowie die Spaltkraft. Beide Werte fallen im Vergleich zu einem stehenden Holzspalter geringer aus.

Auch verfügen liegende Holzspalter über keine Höhenverstellbarkeit und dem Umstand unterschiedlich langer Holzscheite wird nur ungenügend Rechnung getragen.

Vorteile ergeben sich im geringeren Preis und der kompakten Bauweise.

Aufgrund der obigen Punkte eignen sich liegende Holzspalter für diejenigen, die vorhaben nur kleine Mengen an Holz zu spalten.

Vorteile

  • Vergleichsweise günstig
  • Kompakte und leichte Bauweise

Nachteile

  • Geringe Spaltkraft
  • Gespalten werden können nur kleinere Holzscheite

Holzspalter kaufen – das gilt es zu beachten!

Sie möchten sich eine Holzspalter kaufen? Damit es zu keinem Fehlkauf wird, gilt es einiges zu beachten.

Spaltkraft

Die Spaltkraft wird in Tonnen (t), seltener auch in Kilonewton (kN) angegeben. Je höher die Spaltkraft, desto härtere Hölzer können gespalten werden.

Ist die Spaltkraft zu gering, hat der Holzspalter probleme harte Hölzer zu zerteilen. Doch keine Sorge, allesamt der von renommierten Herstellern angebotenen Holzspalter sind dazu imstande, frisches Hartholz zu zerteilen.

Ein Wert von 4 und 5 t reicht in der Regel für die meisten Benutzer völlig aus. Spalten Sie große Mengen an Holz, sollten es schon zumindest 7 t sein.

Maximale Spaltgutlänge- und Breite

Die maximale Spaltgutlänge- und Breite gibt an, wie lang und breit die zu spaltenen Hölzer maximal lang sein dürfen. Generell kann gesagt werden, dass die stehenden Holzspalter dazu imstande sind, beinahe bis zu doppelt zu doppelt so langes und breites Holz als die liegenden Ausführungen zu spalten.

Arbeitsgeschwindigkeit

Ein Spaltvorgang, also die Geschwindigkeit der Vorwärts- und Rückwärtsbewegung des Spaltkeils dauert eine bestimmte Zeit. Die Arbeitsgeschwindigkeit pro Durchgang ist fest und kann nicht eigenhändig verkürzt werden.

Spaltet man große Mengen Holz, so sollte man schauen, dass die Arbeitsgeschwindigkeit pro Durchgang nicht zu lang ist.

Zum Beispiel kommt der Scheppach HL 1200 mit folgenden Werten daher: Vorlauf 4,5 cm/s, Rücklauf 18 cm/s.

In diesem Zusammenhang spielt noch eine Rolle, ob der Spalthub stufenlos einstellbar ist. Ist dies der Fall, muss der Spaltkeil bei kürzeren Hölzern nicht voll ausfahren, was wiederum der Arbeitsgeschwindigkeit zu Gute kommt

Elektro- vs. Benzin-Holzspalter

Zwar werden die meisten Holzspalter mit Starkstrom betrieben. Dennoch existieren auch Modelle mit Benzinmotor.

Für einen Benzin-Holzspalter spricht die hohe Flexibilität. Dieser braucht keine Stromquelle und man kann daher gleich im Wald das Holz für Kamine/ Öfen gerecht zerkleinern.

Apropos Elektro-Holzspalter. Beim Kauf eines Elektro-Holzspalter nicht vergessen das passende Verlängerungskabel zu kaufen.

Copyright (Titelbild) – © Guido Grochowski / Fotolia

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