Basilikum pflanzen: aber richtig!

Basilikum ist in der italienischen Küche nicht mehr wegzudenken. Egal ob in Pesto, zur Tomatensauce oder als Salatbeigabe, Basilikum ist fester Bestandteil diverser italienischer Gerichte.

Basilikum ist eine äußerst wärme- und sonnenliebende Pflanze. Eine ausreichende Wasserversorgung setzt das Küchenkraut ebenso zum gesunden Wachstum voraus. Dem Standort kommt daher beim Anbau eine besondere Rolle zu.

Was es sonst noch bezüglich der Basilikum Pflege zu beachten gilt und wie Sie erfolgreich Basilikum pflanzen, lesen Sie hier.

Basilikum pflanzen

Besonderen Augenmerk beim Basilikum pflanzen gilt es den Wetterverhältnissen zu schenken.

Standort

Basilikum bevorzugt einen sonnigen und warmen Standort. Temperaturen von unter 10° C sind zu vermeiden. Wobei einige Basilikumsorten unempfindlicher gegenüber Kälte sind als andere. Optimal ist eine Temperatur zwischen 20° und 25° C.

Ein eher lockerer, wasserdurchlässiger und dabei noch schnell erwärmender Boden ist ideal. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Dennoch sollte die Erde nicht vollständig austrocknen. Zu schweren, wasserundurchlässigen Böden sollte etwas Sand untergemischt werden.

Der optimale pH-Wert ist im Bereich zwischen 6,5 und 7,2 angesiedelt.

Aussaat

Die Aussaat gestaltet sich recht einfach. Da Basilikum zu den Lichtkeimer angehört, sollten die Samen nicht mit Erde bedeckt werden.

Die Samen einfach in einigen Abstand zu einander auf der Erdoberfläche aussäen und leicht andrücken.

Bei optimalen Bedingungen keimen die Samen in etwa einer Woche auf. Dafür ist das Erdsubstrat ausreichend feucht zu halten und eine Keimtemperatur von 20° C bis 25° C bereitzustellen.

Aussaat in Anzuchttöpfchen

Basilikum kann Temperaturen von unter 10° C nicht wirklich ausstehen. Daher empfiehlt es sich, Basilikum an einem geschützten und warmen Standort vorzuziehen.

Hier kommen Anzuchtschälchen bzw. ein Zimmergewächshaus ins Spiel. Diese jeweils mit (Anzucht-) Erde befüllen, daraufhin das Erdsubstrat befeuchten und die Samen leicht auf die Erde anlegen.

Anfang/ Mitte April kann bereits mit der geschützten Aussaat begonnen werden.

Ab Anfang/ Mitte Juni können die bereits vorgezogenen und zum teils ausgewachsenen Pflänzchen in den Garten bzw. das Balkonbeet ausgepflanzt werden.

Aussaat im freien

Da Basilikum erst ab einer Temperatur von etwa 16° C aufkeimt, sollte mit der Aussaat bis Mitte Juni gewartet werden. Erst dann sind die Samen auf einen von unkrautbefreiten, feinkörnigen und geschützten Standort zu säen.

Basilikum aus Stecklingen vermehren

Basilikum lässt sich wunderbar aus Stecklingen vermehren. Am besten eignen sich gut ausgewachsene, blütenlose Triebe mit saftig-grünen Blättern.

Schritt-für-Schritt Anleitung

  1. Schneiden Sie die Triebe auf einer Länge von etwa 10 bis 15 cm ab.
  2. Entlauben Sie die Triebe in der unteren Hälfte.
  3. Die teils entlaubten Triebe sind in ein mit Wasser gefülltes Glas zu stellen.
  4. Das Wasserglas an einen warmen, jedoch halbschattigen Standort aufstellen.
  5. Abwarten und Tee trinken.
  6. Nachdem sich die gebildeten Wurzeln gefestigt haben, können die Setzlinge ausgepflanzt werden. Hierzu ist in das Erdsubstrat jeweils eine Vertiefung hineinzudrücken, ein Steckling einzusetzen und die Vertiefung wieder vorsichtig mit Erde zuzudrücken. Das Erdsubstrat ist gerade zu Beginn stetig feucht zu halten.

Alternative: Basilikum im Topf teilen

Wer keine Lust hat, Basilikum zum keimen zu bringen, kann bereits vorgezogenen Basilikum erwerben.

Diesen gilt es so schnell wie möglich nach dem Kauf zu teilen und umzutopfen. Hierzu einfach den Wurzelballen aus der Erde nehmen und diesen zu mehreren Teilen auseinanderreisen. Anschließend die neuen Wurzelballen an die neue Stelle etwas tiefer in die Erde setzten und gründlich gießen.

Bei dieser Vorgehensweise ist Vorsicht geboten. Die Pflänzchen und die Wurzeln sollten nicht allzu stark beschädigt werden.

Pflege

Ist der Standort gut gewählt (warm, sonnig und geschützt) erstreckt sich die Basilikum Pflege einzig und allein aufs gießen. Bei einem zu kühlen, nassen oder dunklen Standort geht der Basilikum schnell ein.

Bereits leichter Frost führt den Pflanzen großen Schaden zu. Daher sollten die Pflanzen bei Temperaturen von unter 10° C ins Haus oder einen anderen beheizten Standort reingeholt werden.

Damit die Pflänzchen buschig und kräftig wachsen, sollten die Spitzen in regelmäßigen Abständen abgeknipst werden. Geblühter Basilikum stellt die Blattproduktion ein.

Ernte

Gerade bei noch jungem Basilikum sollte darauf geachtet werden, um die Pflanze nicht allzu stark zu schwächen, nicht zu viele Blätter auf einmal auszuzupfen.

Am besten zupft man nicht nur einzelne Blätter heraus, sondern ganze Triebe. Hierzu einfach die Spitze oberhalb einer Blattachse mit Einsatz der Fingernägel zupfen oder mittels Schere abschneiden. Dies hat zur Folge, dass an der Blattachsel neue Triebe heraus sprießen.

Unterhalb des entfernten Triebs, sollten noch mindestens zwei Blattpaare verbleiben, damit die Pflanze noch genügend Kraft hat sich vollends zu erholen.

Basilikum schmeckt am besten, wenn dieser noch jung ist. Mit zunehmendem Alter der Blätter schmecken diese bitterer und werden härter.

Die Blätter, aber auch die Triebe (sofern diese nicht verholzt sind) sollten frisch nach der Ernte verzehrt werden. Denn Basilikum verliert während der Trocknung zu einem beachtlichen Teil sein Aroma. Ist mit einem hohen Ernteertrag zu rechnen, sind Alternativen zum Frischverbrauch:

  • Basilikum einfrieren
  • Weiterverarbeitung zu Pesto
  • Basilikum zum Olivenöl beigeben

Samengewinnung

Wird die Spitze des Basilikums nicht herausgebrochen, bildet sich aus dieser im Laufe der Zeit ein Blütenstand heraus. Nach wenigen Wochen ist dieser getrocknet und die Samen sind erreichen die Keimfähigkeit. Diese können anschließend aus dem Blütenstand herausgeschüttelt werde.

Basilikumsamen bleiben vier Jahre lang keimfähig.

Krankheiten und Schädlinge

Basilikum ist in hiesigen Breitengraden oft Opfer von diversen Krankheiten und Schädlingen. Dies ist gerade dann der Fall, wenn das Basilikum frei im Garten wächst.

Krankheiten

  • Septoria (Pilzerkrankung)
  • Luzernemosaikvirus

Schädlinge

  • Schnecken
  • Blattläuse
  • Wanzen

Empfehlung: Basilikum nicht in den Garten pflanzen!

Basilikum ist eine sehr empfindliche Pflanze. Daher sollte die Pflanze nach Möglichkeit nicht in den Garten gepflanzt werden.

Ideal ist der Garten deshalb nicht, da dieser nicht nur viele Krankheiten und Fressfeinde bereithält, sondern auch die äußeren Umwelteinflüsse oft nicht optimal sind. Den Pflanzen ist es im Garten, abgesehen von Mitte Juni bis Ende August, oft zu kalt und zu regnerisch.

Aus diesem Grund empfiehlt sich die Aufzucht in einem Balkonkosten im Freien. Hier ist das Basilikum zum einen weniger Feinden ausgesetzt. Zum anderen bietet ein Balkon oder eine Terasse mehr Schutz vor zu viel Feuchtigkeit und zu niedrigeren Temperaturen. Bei Erfordernis kann der Balkonkasten/ Blumenkübel nach Innen geholt werden.

Jedoch sollte bei Aufzucht in einem Balkonkasten besonders darauf geachtet werden, dass das nicht vollständig austrocknet und genügend Nährstoffe bereithält. Daher gilt:

  • Regelmäßig gießen
  • Alle drei Monate düngen (Universaldünger mit hohem Stickstoffanteil)

Copyright (Titelbild) – © pilipphoto / Fotolia

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