Kürbis pflanzen

Kürbisse trotzen nur so vor Vitalstoffen. Doch nicht nur der hohe Gehalt an Vitalstoffen spricht für einen Anbau von Kürbissen im Garten, sondern auch die vielen Verwendungsmöglichkeiten. Aus dem Fruchtfleisch etwa können leckere Gerichte (Kürbissuppe) gezaubert werden. Die Kerne sind sowohl eine gesunde Knabberalternative, als auch Basis für das Kürbiskernöl.

Was außerdem noch für Kürbisse spricht, ist die hohe Lagerfähigkeit.

Eine gut ausgesuchte und gut vorbereitete Pflanzstelle ist schon die halbe Miete beim Kürbis Anbau. Kürbispflanzen benötigen viel Stickstoff und andere Mineralstoffe. Daher sollte die Pflanzstelle zuvor gut mit Kompost angereichert werden.

Was es beim Kürbis pflanzen alles zu beachten gilt, erfahren Sie ausführlich im Folgenden.

Key Facts

  • Aussaat: Vorziehen, zwischen dem 15. und 25. April
  • Keimdauer: 5 bis 8 Tage
  • Standort: nahrhafter, stickstoffreicher und zugleich warmer Boden.
  • Saat bis Erntebeginn: 10 bis 21 Wochen

Aussaat

Kürbispflanzen vertragen keinen Frost. Daher können Kürbisse erst nach den letzten frostigen Tagen ausgesät bzw. ausgepflanzt werden.

Da Kürbisse, je nach Sorte, von der Saat aus bis zur völlig ausgereiften Frucht bis zu 21 Wochen benötigen, sollte man in kühleren Klimaregionen nicht nur auf Spätreife Sorten verzichten, sondern Kürbispflanzen auch vorkultivieren.

Empfohlen werden kann eine Aufzucht unter Glas. Am besten eignet sich hierzu ein Zimmergewächshaus. Daheim ausgepflanzt werden sollten die Pflanzen zwischen dem 15. Und 25. April. So sind die Keimlinge in drei bis vier Wochen kräftig genug, um ins endgültige Beet ausgepflanzt zu werden.

Die Körner kommen 3 cm tief unter die Erde. Stichwort: Dunkelkeimer. Ideale Keimtemperatur liegt bei 20 bis 24° C. Sobald sich die ersten Keimblätter zeigen, sollten die Keimlinge niedrigeren Temperaturen ausgesetzt werden. Da diese ansonsten zu Vergeilen drohen.

Hinweis: Da das Wurzelsystem von jungen Kürbispflanzen sehr empfindlich ist vom Pikieren abzusehen.

Sorgenfrei ins Freiland ausgepflanzt werden können die vorgezogenen Kürbisse nach den Eisheiligen. Damit die Kürbispflänzchen den Umzug ins Freie gut überstehen, sollten diese vorher abgehärtet werden. Dazu werden die Keimlinge tagsüber ins Freie gestellt und Nachts wieder hereingeholt.

Standort & Boden

Bevorzugt werden warme, vor starken Winden geschützte und sonnige Lagen mit zumindest sechs Sonnenstunden täglich.

Da Kürbisse zu den Starkzehrern gehören, brauchen diese für ein gesundes Wachstum außerdem noch einen sehr nährstoffreichen Boden mit einer dicken Humusschicht. Ein pH-Wert zwischen 6 und 7 ist optimal.

Kürbispflanzen mit ihren sehr lang wachsenden Ranken sowie kräftigen Blättern benötigen sehr viel Platz. Daher ist ein Pflanzabstand von bis zu 150 x 150 cm einzuhalten. Kleinere Kürbissorten kann man auch auf einem Holzgerüst in die Höhe ranken lassen.

Gute Nachbarn, Schlechte Nachbarn

Kürbisse lieben es, etwas im Schatten zu stehen. Daher sind Sonnenblumen und Zuckermais auch ideale Nachbarn.

  • Gute Nachbarn: Sonnenblumen, Zuckermais, etc.
  • Schlechte Nachbarn: Kartoffeln, Gurken, Kohl, etc.

Pflege

Sobald sich die ersten Früchte bilden, schnellt der Wasserbedarf enorm in die Höhe. Doch auch aufgrund der großen Blätter, über die viel Wasser verdunstet, fällt der Wasserbedarf einer Kürbispflanze ausgesprochen hoch aus. Aus diesem Grund sollten Sie die Pflanzen zwar regelmäßig, aber stets mäßig bewässern. Da die Pflanzen Staunässe nicht sonderlich gut vertragen.

Geben Sie der Pflanze gezielt Wasser, d.h. nicht von oben sondern direkt auf den Wurzelbereich. So steuern Sie entgegen, dass die Kürbispflanze von Krankheiten, wie zum Beispiel Mehltau befallen wird.

Befolgen Sie alle Pflegehinweise, breiten sich Kürbisgewächse in einem atemberaubenden Tempo aus. Wenn es dann doch zu viel des guten wird. Kann man dem Wuchs durch kaputttreten oder abschneiden der Ranken Einhalt gebieten.

Damit es erst gar nicht dazu kommt, dass die Früchte zu Faulen begonnen, kann man ein Brett, ein Stück Styropor, einen Pflasterstein oder eine Schicht Stroh unter den Kürbis auslegen.

Ernte

Für den Sofortgebrauch können auch unausgereifte Früchte geerntet werden. Anders sieht es aus, wenn man vorhat die Früchte zu lagern.

Haben sich die Stiele verholzt und die Früchte klingen beim Klopfen auf diese hohl, so sind die Kürbisse erntereif. Je kräftiger dabei die Farbe ausfällt, desto intensiver ist der Geschmack der Frucht und vitaminreicher.

Besonders Augenmerk sollte darauf gelegt werden, die Früchte auf keinen Fall zu verletzen und zudem mit Stielansatz zu ernten. Ansonsten werden die Früchte mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits nach wenigen Tagen daheim an den verletzen Stellen Schimmel ansetzen.

Außerdem wichtig zu erwähnen ist, dass die Früchte unbedingt vor dem ersten Frost geerntet werden müssen.

Lagerung

Nicht zum sofortigen Verbrauch vorgesehene Früchte, sollten voll ausreifen. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Früchte während der Lagerung nicht zu Faulen beginnen.

Vor der Lagerung sollten die Kürbisse mit einem trockenen Tuch vor Dreck und Feuchtigkeit befreit werden. Gelagert werden sollten die Kürbisse anschließend an einem kühlen, aber nicht zu kalten, trockenen Ort. Eine Lagertemperatur von 12 bis 16° C ist ideal.

Riesenkürbisse

Um einen sogenannten Riesenkürbiss aufzuziehen, benötigt man zu allererst die richtige Sorte. Eine gute Sorte, gerade für den Anfang ist ´Atlantic Giant´.

So eine große Frucht auszubilden kostet die Pflanze viel Kraft. Daher belässt man an der Pflanze nicht mehr als zwei bis drei Früchte.

Krankheiten und Schädlinge

Junge Kürbispflanzen werden gern von Schnecken heimgesucht. Ansonsten werden Kürbispflanzen öfters von Mehltau befallen. Mit Mehltau befallene Blätter gilt es unverzüglich zu entfernen.

Krankheiten

  • Mehltau
  • Mosaikvirus

Schädlinge

  • Schnecken

Kürbis Sorten

Bekannt sind mehrere als acht hundert Kürbis Sorten. Klassifiziert werden können die Kürbisse in Speisekürbisse, Zierkürbisse und eine Mischung beider. Je nachdem, ob die Früchte nur zur Zierde, oder auch zum Verspeisen gedachst sind.

Speisekürbis Sorte

Zu den bekanntesten Speisekürbissen zählt zweifelsohne der Hokkaido- als auch der Butternut-Kürbis. Während Butternut-Kürbisse zu gewöhnlich geschält werden, werden Hokkaido-Kürbisse mit Schale verarbeitet.

Kürbisse, deren Früchte verspeist werden, finden sich bei der Speisekürbis Sorte.

  • Ambercup
  • Avalon
  • Bleu de Hongrie
  • Blue Ballet
  • Blue Banana
  • Blue Hubbard
  • Buckskin
  • Buttercup
  • Butternuss/ -nut
  • Casius
  • Casper
  • Chestnut
  • Confection
  • Delicata
  • Eichelkürbis
  • Expert
  • Feigenblattkürbis
  • First Price
  • Flat White Boer
  • Floridor
  • Futsu Kurokawa
  • Gartenkürbis
  • Gelber Zentner
  • Ghost Rider
  • Golden Hubbard
  • Golden Nugget
  • Green Delicious
  • Grey Star
  • Hayato
  • Hokkaido
  • Howden
  • Jarrahdale
  • Kamo-Kamo
  • Kentucky Field
  • Lakota
  • Langer von Nizza
  • Little Lantern
  • Long Island Cheese
  • Longface
  • Marble
  • Marina di Chioggia
  • Melonette Jaspèe de Vendèe
  • Meter Moschata
  • Moschata de Provence
  • Neck Pumpkin
  • Ölkürbis
  • Papaya Pear
  • Patissons / Ufo’s
  • Phat Jack
  • Pink Banana
  • Queensland Blue
  • Racer
  • Redondo di Tronco
  • Rolet
  • Rouge vif d’Etampes
  • Small Sugar
  • Spaghetti Kürbis
  • Stripetti
  • Sweet Grey
  • Table Gold
  • Tetsukabutchi
  • Tom Fox
  • Triamble
  • Trombolina d’Albenga
  • Turbankürbis
  • Ultra Butternut
  • Ungarischer Bratkürbis
  • Weißer Ufo
  • White Wonder
  • Winterluxury
  • Yuxijangbinggua
  • Zenith

Zierkürbis Sorte

Kürbisse, die der Zierkürbis Sorte zugeordnet werden können, machen äußerlich zwar was her, sind aber nicht zum Verzehrgeeignet.

  • African Warty
  • Birne gestreift
  • Chamäleon
  • Dornenkrone
  • Flaschenkürbis
  • Flat Striped
  • Flying Saucer
  • Herkules Keule
  • Indian Mix
  • Marenka
  • Mini Bottle
  • Munchkin
  • Schwan
  • Small Spoon
  • Sunshine
  • Verruqueuse de Maurice
  • Yugoslavian Fingers

Speise- und Zierkürbis Sorte

Kürbisse, die nicht nur schick aussehen, sondern auch zum Verzehr geeignet sind, können den Speise- und Zierkürbis Sorten zugeordnet werden.

  • Atlantic Gigant
  • Baby Bear
  • Baby Boo
  • Brodee
  • Celebration
  • Cushaw Green Striped
  • Festival
  • Gelber Krummhals
  • Heart of Gold
  • Lil‘ Pump-ke-Mon
  • Mandarin
  • Mini Red Turban
  • Pucchini
  • Rote Warze
  • Sweet Dumpling
  • Tabergmoutz
  • Tonda Padana
  • Wee-Bee-Little

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