Mais pflanzen

Mais gehört zu den ältesten Nutzpflanzen und wurde bereits von den Azteken kultiviert. Doch erst seit dem 15. Jahrhundert ist Mais auch in Europa anzutreffen.

Was viele nicht wissen. Mais ist weder Gemüse noch Obst, sondern gehört zur Familie der Süßgräser.

Was es beim Mais pflanzen alles zu beachten gilt, erfahren Sie ausführlich im Folgenden.

Key Facts

  • Aussaat: Direkt ins Freiland, sobald Temperaturen 5° C nicht unterschreiten
  • Keimdauer: 8 bis 10 Tage
  • Standort: humusreicher, stark nahrhafter Boden an einem warmen, sonnigen und windgeschützten Plätzchen
  • Saat bis Erntebeginn: ungefähr 3 ½ Monate

Mais pflanzen

Jede Maispflanze bringt einen bis zwei Kolben hervor, ob sich der Anbau unter dem, pro Pflanze geringen Ernteertrag lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Für das Mais pflanzen im Garten spricht jedoch der vergleichsweise geringe Pflegeaufwand.

In heimischen Gärten angebaut wird nicht der auf Äckern anzutreffende Futter- bzw. Hybridmais, sondern die süßlich schmeckenden Zucker- bzw. Gemüsemaissorten.

Aussaat

Mais ist eine wärmeliebende, stark frostempfindliche Pflanze. Daher ist mit der Aussaat bis nach den Eisheiligen zu warten.

Nach der Aussaat ist sicherzustellen, dass eine Temperatur von 5 °C nicht mehr unterschritten wird, da die Maiskörner ansonsten zu erfrieren drohen.

Damit die Bestäubung durch den Wind problemlos erfolgen kann, wird Mais in parallel zueinander verlaufende Reihen gepflanzt. Der ideale Pflanzabstand in der Reihe liegt – je nach Sorte – bei 20 bis 30 cm. Zwischen den Reihen ist ein Abstand von zumindest 50 cm einzuhalten.

Zu säen sind die Maiskörner mit der Spitze nach unten, etwa 3 cm tief unter die Erde. Stichwort: Dunkelkeimer.

Mit einer Wuchshöhe von bis zu zwei Meter handelt es sich beim Mais um eine sehr hochwachsende Pflanze. Dementsprechend sollten Sie dies bereits vor dem Mais pflanzen bedenken und darauf achten, dass der Mais benachbarte Reihen nicht ganztägig in den Schatten stellt.

Da von der Aussaat bis zur Ernte gerade einmal dreieinhalb Monate liegen, braucht man Mais daheim nicht vorzuziehen. Anders sieht es natürlich aus, wenn man bereits früh ernten möchte.

Standort & Boden

Mais gehört zu den wärmehungrigeren sowie starkzehrenden Pflanzen.

Ein nahrhafter, tiefgründiger sowie humusreicher Boden ist optimal. Zudem wird eine windgeschützte, warme und sonnige Lage bevorzugt. Der pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 7 betragen.

Auch noch kurz vor der Aussaat können Sie dem Boden bedenkenlos Kompost oder Dünger untermischen. Dem Mais macht auch eine frische Düngung nichts aus.

Gute Nachbarn, Schlechte Nachbarn

Mit den meisten Gemüsesorten verträgt sich Mais ausgesprochen gut.

  • Gute Nachbarn: Bohnen, Gurken, Kartoffeln, Kürbis, Salat, etc.
  • Schlechte Nachbarn: Rote Bete, Sellerie, etc.

Pflege

Der Anbau von Mais bedarf keiner großen Pflege.

Um den Pflanzen einen festeren Halt zu geben, empfiehlt es sich, diese Anzuhäufen. Angehäufelt werden sollten die Pflanzen dann, wenn diese bereits 50 cm hoch sind.

Außerdem und das ist das wichtigere, gilt es Mais bei starker Trockenheit ausreichend zu bewässern. Vor allem in der Wachstumsphase der Kolben ist der Wasserbedarf außerordentlich hoch. Bei nicht ausreichend Wasser kann es zu einem Minderertrag kommen.

Wenn man die Zeit hat, schadet es nicht, dass Beet Unkrautfrei zu halten.

Ernte

Etwa dreieinhalb Monate nach der Aussaat oder etwa drei Wochen nach der Blüte ist der Mais reif und die Maiskolben können geerntet werden. Bei einer Aussaat ab Mitte Mai wird dies um Ende August bis Anfang September herum der Fall sein.

Ein guter Anhaltspunkt für den richtigen Erntezeitpunkt bildet die Braunfärbung, der auf der Blütenspitze sich befindlichen Härchen.

Mit einem kleinen Test kann man schnell überprüfen, ob der Maiskolben reif zur Ernte ist. Hierzu schiebt man die Blätter des Kolbens leicht beiseite und ritzt beispielsweise mit dem Fingernagel in einen Maiskorn hinein. Tritt ein milchig weißer Saft heraus, ist der Mais bereit zum Ernten. Ist die Flüssigkeit klar und wässrig, müssen die Kolben noch etwas reifen. Sind die Körner bereits hart, hat man zu lange gewartet.

Zur Ernte müssen die Kolben lediglich von der Pflanze abgebrochen werden.

Lagerung

Nach der Ernte sollten die Maiskolben so schnell wie möglich verzehrt werden. Wartet man zu lange, geht der süßliche Geschmack des (Zucker-) Maises verloren. Denn sobald der Mais geerntet ist, beginnt sich der Zucker in Stärke umzuwandeln.

Die Vermehrung erfolgt über ausgereifte Körner. Maissamen bleiben in der Regel fünf Jahre lang keimfähig.

Der Großteil, der im Verkauf angebotenen Zuckermaissorten ist nicht dazu imstande, keimfähige Samen auszubilden. Daher bringt es nichts, diese selber zu trocknen und im darauffolgenden Jahr in die Erde zu stecken.

Krankheiten und Schädlinge

Im Garten angebauter Mais wird selten von Krankheiten und Schädlingen befallen. Anders sieht es bei großen Monokulturen aus. Dennoch, ganz gefreit von Krankheiten und Schädlingen ist auch der im Garten angebaute Mais nicht ganz.

Schädlinge

  • Blattläuse
  • Maiszünsler
  • Maiswurzelbohrer

Krankheiten

  • Maisbeulenbrand
  • Wurzelfäule

Um die Gefahr eines Krankheits- oder Schädlingsbefalls so weit wie möglich einzudämmen, sollte Mais nur alle vier Jahre auf derselben Fläche angebaut werden.

Maissorten

In Abhängigkeit der Form, der Zusammensetzung und der Verwendung erfolgt eine Klassifizierung von Mais in sieben Arten Hartmais, Zahnmais, Puffmais, Stärkemais, Spelzmais, Wachsmais und Zuckermais.

Beliebte Sorten für den Privatgebrauch sind: Golden Bantam, Black Aztek, Rainbow Inka, Erdbeermais

Copyright (Titelbild) – © coco / Fotolia

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