Rasendünger

Ein sattgrüner, dichtbewachsener Rasen bedingt eine ausreichende Pflege. Die Rasendüngung zählt zu den wichtigsten  Pflegemaßnahmen.

Eine nachlassende Grünfärbung und ein geringes, ungleichmäßiges Wachstum sind deutliche Anzeichen für einen Nährstoffmangel. In so einem Fall hilft Rasendünger.

Welche Rasendünger zu empfehlen sind und welche weniger, darüber geben wir Auskunft in unserem Rasendünger Test 2016.

Wann sollte man den Rasen düngen?

Die erste Dünung sollte noch kurz vor der Wachstumsphase ausgebracht werden. Zu gewöhnlich setzt das Rasenwachstum Ende März ein und Endet erst im Oktober.

Zierrasenflächen, die keine Belastung erfahren sind zwei Mal pro Jahr mit einem Langzeitdünger zu düngen. Die erste Düngung sollte um Mitte April erfolgen und die zweite im Juli. Die zweite Düngung kann aber auch im September ausgebracht werden.

Nutzrasen, der regelmäßig eine Belastung erfährt, ist in der Regel dreimal im Jahr mit Langzeitdünger zu düngen. Selbiges gilt für Rasenflächen die im Schatten von Bäumen wachsen. Gedüngt mit Langzeitdünger werden sollte März/ April, im Juni und noch ein letztes mal im August. Damit der Rasen besser über den Winter kommt, sollte dieser im Oktober mit stark kaliumhaltigen Dünger zu düngen.

Übersicht: Ideale Düngezeiträume

Den einzelnen Wachstumsphasen entsprechend, erfordert der Rasen jeweils andere Nährstoffe. Stickstoff in gewissen Mengen jedoch ist zu jeder Jahreszeit gut für den Rasen.

JahreszeitHauptbestandteil des Düngers
FrühjahrDer hohe Eisenanteil bekämpft Moss und Unkrauter und verbessert so die Lichtdurchdringung für die Gräser. Während der Hohe Anteil an Phosphor gut die Wurzelbildung und damit das gesamte Wachstum ist.
SommerDer hohe Anteil an Magnesium sorgt für eine Verbesserung hinsichtlich des Farbstoffs Chlorophyll.
HerbstDer hohe Kaliumanteil stärkt die Zellen und bewahrt die Gräser somit besser vor Frost und Kälte.
Hinweis: Erfolgt die letzte Düngung zu spät, werden die Gräser zu starkem Wachstum angeregt, was sie wiederum anfälliger für Frostschäden werden lässt.

Typen von Rasendünger

Rasendünger kann, in Abhängigkeit des Ursprungs, grob in zwei Typen untergliedert werden.

Organischer Rasendünger

Organischer Rasendünger besteht, wie am Namen erahnt werden kann aus organischen Materialen. Hierzu zählen biologische Abfälle, wie zum Beispiel kompostierbarer Haushaltsabfall, aber auch Reste der Fort- und Landwirtschaft.

Die biologischen Abfälle bestimmen die Nährstoffzusammensetzung und damit die Wirkung des organischen Rasendüngers. Jedoch variiert die genaue Zusammensetzung des biologischen Abfalls und einhergehend ist die Wirkung nicht wirklich kontrollierbar.

Dadurch, dass die Nährstoffe nur langsam abgegeben werden, hat organischer Rasendünger eine langanhaltende Wirkung. Auch noch nach mehreren Wochen kann eine Wirkung beobachtet werden. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Wirkung erst nach etwa drei Wochen sichtbar ist.

Alles in allem besitzt reiner organischer Rasendünger ein für den Rasen nicht zu 100 % optimales Nährstoffverhältnis, wie auch einen zu geringen Nährstoffgehalt.

Da organischer Dünger ein Naturprodukt ist, stellen diese Düngemittel keine Gefahr für Kinder, sowie Haustiere (Hund, Katze, Kaninchen und Meerschweinchen) dar.

Mineralischer Rasendünger

Mineralischer Rasendünger (auch: anorganischer Rasendünger) sind Nebenprodukte bei der Gewinnung von Mineralien im Bergbau. Bestehen tun mineralische Rasendünger zumeist aus Stickstoff, Phosphor, Magnesium oder Kalium.

Die Wirkstofffreisetzung geht wesentlich schnell vonstatten, als beim organischen Dünger. Aufgetretene Mangelerscheinungen werden schnellstmöglich behoben. Dadurch eignen sich mineralische Dünger hervorragend zur Startdüngung. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Wirkung bereits nach wenigen Wochen nicht mehr gegeben ist.

Die genaue Nährstoffzusammensetzung kann an die Erfordernisse des Rasens angepasst werden. Dadurch fallen die Wirkungen, also das Wachstum und die Grünfärbung, wesentlich höher aus, als dies der Fall bei organischem Dünger ist.

Kleinkinder, sowie Haustiere sollten sich in den ersten Tagen nach dem Ausbringen von mineralischem Dünger von der Rasenfläche fernhalten.

Weitere Arten von Rasendünger

Damit auch der Laie erkennt, wann welche Zusammensetzung zu empfehlen ist, haben sich spezielle Begriffe etabliert.

Starterdünger

Starterdünger sind für den Beginn der Wachstumsphase, also im Frühjahr vorgesehen. Angeregt werden soll das Breitenwachstum des Rasens, sodass sich die Grasnarbe bei vorhandenen Lücken schell schließt. Der hohe Phosphoranteil sorgt für eine kräftige Wurzelbildung und damit einhergehend einen dichten Wuchs.

Rasendünger Herbst

Spezielle Rasendünger für den Herbst sorgen dafür, dass der Rasen besser über den Winter kommt. Hauptbestandteil von Herbst-Rasendünger ist Kalium(-oxid). Das Kalium stärkt die Zellstruktur der Gräser und trägt somit zu einer Verbesserung der Widerstandsfähigkeit des Rasens bei.

Durch die Stärkung der Zellen sind die Gräser weniger anfällig gegenüber Frost.

Rasendünger mit Unkrautvernichter

Sogenannte Rasendünger mit Unkrautvernichter enthalten sowohl Nährstoffe, z. B. 22 % Stickstoff, 5 % Phosphat, 5 % Kaliumoxid, als auch Unkrautvernichter, z.B. 0,8 % 2,4 D und 0,12 % Dicamba. Somit fördern Rasendünger mit Unkrautvernichter ein gesundes Rasenwachstum und befreien den Rasen gleichzeitig vor Unkraut.

Die im Dünger enthaltenen Nährstoffe

Die verschiedenen im Dünger enthaltenen Nährstoffe entfalten eine jeweils andere Wirkung auf die Gräser. Die bedeutendsten Nährstoffe sind Stickstoff, Kalium, Magnesium und Phosphor.

NährstoffeWirkungØ-Jahresbedarf
StickstoffErhöht die Regenerationsfähigkeit und sorgt für ein kräftiges Wachstum und eine zügige Blattneubildung10 bis 35 g/m²
KaliumHilft dem Rasen besser über den Winter zu kommen, aufgrund der Stärkung der Zellen10 bis 25 g/m²
MagnesiumSorgt für eine schöne Grünfärbung des Rasens2 bis 8 g/m²
PhosphorBewirkt kräftige Wurzelbildung sowohl zur Tiefe, als auch zur Breite hin2 bis 10 g/m²
EisenStellt Gleichgewicht her und wirkt so gegen Moss und Unkraut25 bis 50 g/m²

Rasendünger Test

In einem von uns durchgeführten Rasendünger Test konnten wir bereits einige Düngemittel auf ihre Wirkung hin überprüfen. Einen Vergleich der besten Rasendünger finden Sie daher nachfolgend.

Rasendünger mit Unkrautvernichter Test

In einem von uns durchgeführten Rasendünger mit Unkrautvernichter Test konnten wir bereits einige Düngemittel auf ihre Wirkung hin überprüfen. Einen Vergleich der besten Rasendünger mit Unkrautvernichter finden Sie daher nachfolgend.

So bringen Sie den Dünger perfekt aus

Um einen gleichmäßigen Wuchs hinzubekommen, ist der Rasendünger gleichmäßig über die gesamte Rasenfläche zu verteilen. Dort wo Dünger fehlt, fällt einerseits der Wuchs weniger stark aus und andererseits sind die Gräser weniger sattgrün.

Um eine möglichst gleichmäßige Verteilung sicherzustellen, sollten zwei Arbeitsdurchgänge erfolgen. Wobei der erste diagonal zum zweiten sein sollte. Jedoch sollte sich an die Empfehlung des Düngerherstellers gehalten werden. Die empfohlene Ausbringungsmenge sollte unter keinen Umständen überschritten werden. Als Faustzahl gelten 25 Gramm Düngemittel pro Quadratmeter Rasenfläche.

Überdüngung schadet den Gräsern, führt zu Unkrautwachstum und ist auch aus ökologischen un ökonomischen Gründen nicht sinnvoll.

Mit Hilfe eines Streuwagens kann der Rasendünger gleichmäßig und darüber hinaus auch noch bequem ausgebracht werden. Es kann eingestellt werden, wie viel Dünger pro Quadratmeter ausgestreut werden.

Übersicht: Rasendünger Hersteller

Im folgenden eine Übersicht der renommiertesten Hersteller von Rasendünger.

HerstellerProdukte (eine Auswahl)
BeckmannRasendünger mit Langzeitwirkung, Rasendünger Starter, Herbstrasendünger, Eisendünger, Unkrautvernichter plus Rasendünger, Moosvernichter plus Rasendünger
NeudorffAzet HerbstRasenDünger, Azet RasenDünger, Azet RasenStartDünger, RasenDünger SPEZIAL 5PLUS1
CompoFLORANID Rasen-Langzeitdünger, FLORANID Premium Rasen-Langzeitdünger, Rasendünger mit Langzeitwirkung, FLORANID Rasendünger mit Moosvernichter
WOLF-GartenRasendünger Start, Rasendünger Plus Eisen, Rasen-Langzeitdünger, Robo-Spezial Rasen-Langzeitdünger
SubstralRasendünger mit Langzeitwirkung, Rasendünger mit Unkrautvernichter, Herbst Rasendünger

Copyright (Titelbild) – © LianeM / fotolia

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