Rollrasen verlegen und pflegen

Wenn es mit einem sattgrünen, gut durchwachsenen Rasen schnell gehen muss ist Rollrasen genau das richtige.

Rollrasen ist schnell und bequem ausgelegt. Innerhalb weniger Stunden kann eine zuvor karge Stelle in frischem Grün erstrahlen. Doch das hat auch seinen Preis.

Rollrasen, die fertige Variante

Rollrasen (auch: Fertigrasen) wird auf speziell angelegten Feldern, mit idealen Bodenverhältnissen herangezüchtet.

Nach rund einem Jahr ist das Feld vollflächig grün bewachsen, mit einem stabilen Wurzelnetz und wird maschinell abgetragen. Maschinen schälen die Bodenoberfläche mit einer Stärke von einigen Zentimetern ab. Anschließend werden die Matten aufgerollt. Wodurch der Rollrasen auch seinen Namen zu verdanken hat.

Begrenzte Auswahl an Sorten

Die Auswahl an Saatgut Mischungen sind stark begrenzt. Meist werden nur die vier Typen Sportrasen, Spielrasen, Schattenrasen und Zierrasen angeboten.

Falls Kinder dem Haushalt beiwohnen sind ein Sport- bzw. Spielrasen einem Zierrasen vorzuziehen, da diese belastbarer sind.

Die beste Zeit zum verlegen

Theoretisch kann ein Rollrasen zu jeder Jahreszeit verlegt werden. Doch speziell im Winter sollte eine Verlegung nicht vorgenommen werden. Die Gefahr, dass der Rasen aufgrund der tiefen Temperaturen nicht gut verwurzelt ist zu hoch. Doch auch im Sommer besteht die Gefahr, dass der Rasen vertrocknet.

Die beste Zeit zur Verlegung ist der Frühling. Das Wetter und die natürlichen Gegebenheiten fallen für die Wachstumsphase in dieser Jahreszeit am besten aus. Auch haben die Wurzeln bis zum Winter mehr als genug Zeit, um sich auszudehnen und fest im Boden zu verankern.

Rollrasen hat seinen Preis

Rollrasen ist nicht gerade die preiswerteste Methode zum Anlegen eines Rasens. Die Ausgaben betragen in den meisten Fällen zwölf Euro pro Quadratmeter.

Vorteile

  • Bequem und leicht verlegbar
  • Innerhalb weniger Stunden steht eine grüne Fläche mit Rasen
  • Rasen ist frei von Unkraut und ist bereits gut durchwurzelt

Nachteile

  • Hohe Kosten
  • Aufgrund von Transport nicht gerade Ökologisch
  • Oft Pestizid belastet

Rollrasen verlegen

Sie möchten einen Rollrasen verlegen? In unserer Schritt für Schritt Anleitung zeigen wir Ihnen wie es geht.

Schritt 1: Rollrasen kaufen

Zu Beginn müssen Sie erst einmal Rollrasen kaufen. Erstanden werden kann Rollrasen im Baumarkt aber auch im Internet. Hierbei sollten Sie sich bewusst sein, wie viel Rollrasen Sie brauchen und welche Mischung Sie bevorzugen.

Wie viel m² benötigen Sie?

Rollrasen ist nicht gerade günstig. Aus diesem Grund sollten Sie berechnen, wie groß die mit Rollrasen zu verlegende Fläche ist. Hierauf sollten Sie dann noch einige Prozentpunkte dazurechnen, da es fast immer zum Verschnitt kommt.

Welche Mischung benötigen Sie?

Die Mischung der verwendeten Rasensamen bestimmt die Eigenschaften des Rasens. Wird der Rasen kaum betreten empfiehlt sich eine Ziergrasmischung, da hier der Rasen vom Aussehen her am prächtigsten ist.

Wird der Rasen stark beansprucht empfiehlt sich eher eine Sport- oder Spielrasenmischung.

Schritt 2: Boden vorbereiten

Vor dem Verlegen des Rollrasens ist der Boden zuerst einmal vorzubereiten. Eine gute Bodenvorbereitung ist beim Rollrasen verlegen das A und O. Der Unterboden sollte fest, glatt, sowie stein- und wurzelfrei sein.

Grassode, Unkraut und Steine entfernen

Die für den Rollrasen vorgesehene Fläche sollte von alten Grassoden und Unkraut befreit werden. Alter Rasen ist mit einer Schaufel abzutragen oder mit einem Sodenschneider abzuschälen.

Boden gründlich lockern

Anschließend ist der Boden zu lockern. Beim Umgraben des Bodens sollten Steine, Unkraut und Wurzeln entfernt werden. Die Fläche ist zu glätten und Bodenwellen auszugleichen.

Bodenstruktur und die Qualität der Erde verbessern

Schweren, festen Böden sollte Sand untergemischt werden. Dadurch kann Wasser besser abfließen,  was wiederum Staunässe vorbeugt. Zu leichte, sandige Böden sind mit Humus anzureichern, damit diese etwas Festigkeit bekommen.

Gräser bevorzugen einen pH-Wert zwischen 5,0 und 6,5. Oft ist der Boden zu sauer. Kalk kann hier entgegen wirken, indem dieser den pH-Wert anhebt. Daher am besten den Boden auf seinen pH-Wert hin untersuchen und gegebenenfalls behandeln.

Boden festigen und ebnen

Nach dem Umgraben ist der Boden zu walzen.  Der Boden muss gefestigt und geebnet sein. Am besten klappt dies mit einer Rasenwalze, die die Erdoberfläche fester an den Boden drückt.

Wichtig: Die Grassoden des Fertigrasens sind meist zwei Zentimeter dick. Daher sollten Sie darauf achten, dass der Unterboden auch in etwa zwei Zentimeter tiefer ist, als beispielsweise der Terrassen- oder der Gehwegverlauf.

Schritt 3: Fertigrasen verlegen

Rollrasen sollte nach der Anlieferung zeitnah verlegt werden, da dieser sonst austrocknet. Ist dies nicht möglich, sollte der Fertigrasen kühl und schattig gelagert werden.

Unterboden anfeuchten

Direkt vor dem Verlegen sollte der Unterboden etwas befeuchtet werden. Vor allem an sonnigen Tagen kann der Unterboden sehr heiß werden und dadurch die ungeschützten Wurzeln des Rollrasens verbrennen.

Rollrasen auslegen

Mit dem auslegen begonnen werden sollte – wenn möglich – an einer geraden Stelle an der hintersten Ecke. So muss man nicht über den frisch verlegten Rasen laufen. Achten Sie darauf, dass der Fertigrasen gut an den gepflasterten Steinen oder der Terrasse anschließt.

Randstücke sind mit einem Messer oder einem Spaten zuzuschneiden. Reststücke können als Anfangsstücke in der nächsten Bahn Verwendung finden.

Die einzelnen Bahnen werden einfach nur ausgerollt und etwas angedrückt. Angeordnet werden die Bahnen dabei versetzt, also wie bei einer Ziegelmauer. Dadurch wird Sorge getragen, dass der Rollrasen gut abschließt. Darauf zu achten ist, dass die Bahnen gerade und dicht nebeneinander anliegen. Auch sollten keine Überlappungen entstehen.

Gründlich wässern

Um gut anzuwachsen benötigt der frisch verlegte Fertigrasen ausreichend Wasser. Unverzüglich nach dem Verlegen sollte der Rasen wurzeltief bewässert werden. Pro Quadratmeter können das schon einmal 15 Liter sein. Der Rasen benötigt in etwa zwei Wochen, bis sich die Wurzeln mit dem Erdreich vereint haben. In dieser Zeit sollte der Rasen regelmäßig bewässert werden.

Hinweis: Begehen können Sie den Rasen schon ab dem ersten Tag. Voll belastbar ist dieser allerdings erst nach ungefähr vier Wochen.

Rollrasen Test

Wir durften schon einiges an Rollrasen verlegen. Eine Übersicht der besten Rollrasen aus unserem Rollrasen Test finden Sie nachfolgend.

In einem von uns durchgeführten Rollrasen konnten wir einige Rollrasen verlegen. Eine Übersicht der besten Rollrasen finden Sie nachfolgend.

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Zuletzt aktualisiert am 28.06.2017

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Rollrasen pflegen

Damit der Fertigrasen die zu Anfang gute Qualität beibehält, sind einige Dinge bezüglich der Pflege zu beachten.

  • Nach dem Verlegen ist der Rasen sofort zu bewässern (ca.15 l/ m²).
  • Während der Anwuchsphase (ungefähr 2 Wochen) ist der Rasen regelmäßig zu gießen. Je nach Niederschlag und Verdunstung alle 1 bis 2 Tage.
  • Nach der Anwuchsphase sollte der Rasen nur noch bei starker Trockenheit bewässern werden.
  • Sobald die Halmlänge sechs Zentimeter übersteigt, kann der Rasen zum ersten Mal gemäht werden.
  • Häufiges Mähen sorgt für einen dichten Rasen. Mähen Sie aber maximal 1/3 der Halmlänge auf einmal ab – dies gilt vor allem bei Sommermonaten. Im Sommer sollte der Rasen nicht unter vier Zentimeter gekürzt werden.
  • Einmal im Jahr den Rasen mit etwas Kalk düngen (vorzugsweise im Frühjahr).
  • Düngung mit Startgabe von 100g/ m² (Tag der Verlegung oder Anfang März).
  • Düngung 6-8 Wochen später mit 50g/m² (Mai).
  • Düngung 6-8 Wochen später mit 50g/m² (September).
  • Im Frühjahr ist der Rasen zu harken.

Copyright (Titelbild) – © Brebca / Fotolia

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