Spaltkeil Test 2017: Die Testsieger

Spaltkeil im Test

Der Spaltkeil (auch: Treibkeil) ist ein unentbehrlicher Helfer, und das nicht nur in der Forstwirtschaft.

Das keilförmige Werkzeug dient zum Spalten von Baumstämmen/ größeren Holzstücken und Fällen von Bäumen.

Welche Spaltkeile mehr und welche weniger zu empfehlen sind, darüber geben wir Auskunft in unserem Spaltkeil Test 2017.

Spaltkeil Test

In einem von uns durchgeführten Spaltkeil Test konnten wir bereits an einige Keile Hand anlegen. Einen Vergleich der besten Spaltkeile finden Sie nachfolgend.

Fiskars Dreh-Spaltkeil
Preis
26,49€
 
Zuletzt aktualisiert am
20.11.2017 16:02
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Ochsenkopf OX 34-0400
Preis
9,95€
Sie sparen: 4.90€ (33%)
 
Zuletzt aktualisiert am
20.11.2017 16:02
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Fiskars SAFE-T
Preis
34,00€
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Abbildung
Modell Fiskars Dreh-Spaltkeil Ochsenkopf OX 34-0400 Fiskars SAFE-T
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Aufbau & Beschaffenheit

Was alle Spaltkeile gemeinsam haben ist ihre keilförmige Form. Unterschiede ergeben sich allerdings in der Größe, dem Gewicht, der Form und den Materialien aus denen der Spaltkeil besteht.

Zu gewöhnlich jedoch sind Spaltkeile zwischen 15 und 30 cm lang, wiegen einige hundert Gramm und der Keilwinkel beträgt zwischen 10 und 25 Grad.

Zum eintreiben der Spaltkeile ins Holz, kann man sich entweder der Rückseite von Spaltäxten/ Spalthämmern oder einem Vorschlaghammer bedienen.

Jedoch gilt, nie Stahl auf Stahl schlagen. Da kleine Teilchen ansonsten absplittern und wie Geschosse durch die Gegend fliegen könnten.

Unterschied: Fällkeil vs. Spaltkeil

Zu unterscheiden ist der Fäll- vom Spaltkeil.

Fällkeil

Der Fällkeil wird Unterstützend zum Fällen eines Baumes herangezogen. Unterstützend in dem Sinne, dass Fällkeil zwei Aufgaben wahrnimmt.

Zum einen verhindern Fällkeile, dass der Baum auf die Motorsäge drückt und diese aufgrund des ungeheuren Gewichts einklemmt. Zum anderen drückt der Fällkeil den Baum mit jedem Schlag in Fällrichtung.

Zum Fällen mit einem Fällkeil ist der Keil möglichst früh in den vorpräparierten Baumstamm einzusetzen. Sitzt der Keil perfekt, gilt es daraufhin abwechselnd zu keilen und zu sägen. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis der Baum Übergewicht hat.

Vorsicht bei Benutzung eines Stahlkeils ist in Verbindung mit einer Motorsäge geboten. Bei Kontakt kann es zu einer Beschädigung der Sägekette kommen. Damit es erst gar nicht dazu kommt, besser auf Fällkeile aus Aluminium setzen.

Beim Fällen mit einem Keil sollte man die Krone stets im Blick haben. So kann man nicht nur erkennen, wann der Baum Übergewicht hat, sondern sieht auch, wo und wann Totholz herunterzufallen droht.

Hydraulischer Fällkeil

Vermehrt in der Starkholzernte sind sogenannte Hydraulische Fällkeile im Einsatz. Hydraulische Fällkeile werden nicht in das Holz geschlagen, sondern erzeugen enorme Hubkräfte und bahnen sich so den Weg ins Holz. Die Vorteile:

  • Erschütterungsfreies Keilen möglich. Dadurch Verringerung der Gefahr durch herabfallendes Totholz.
  • Schon mit geringer Hebelkraft wird eine enorme Hubkraft erzeugt.
  • Weniger gefährlich. Gerade beim Fällen von Bäumen in Hanglagen ist es aufgrund eines Ausrutschens nicht ganz Ungefährlich mit Schwung gegen den Keil zu schlagen. Mit einem Hydraulischen Fällkeil steht man sicher und erzeugt die Hebelkraft mittels des Pumphebels.

Spaltkeil

Gerade dann, wenn es sich bei im Durchmesser dicken Stämmen handelt, kommt man mit einer Spaltaxt, aber auch einem Spalthammer oft nicht mehr weit. In so einem Fall sind Spaltkeile gefragt.

Im Unterschied zum Fällkeil verfügen Spaltkeile über eine größere Steigung und eine schärfere Spitze.

Spaltkeile sind längs der Faserrichtung in einen Holzklotz zu treiben. Bereits nach wenigen Schlägen ist die Arbeit erledigt und das Holz geteilt.

Eine Sonderform von einem Spaltkeil ist der Drehspaltkeil. Bei einem Drehspaltkeil erfährt die Schneide zusätzlich noch eine Drehung um 45 bis 90 Grad. Diese Form sorgt für ein leichteres auseinander brechen des Holzes.

Stahl, Aluminium oder doch Kunststoff?

Welches Material darf es den beim Spaltkeil sein? Gängige Materialien sind Stahl, Aluminium und Kunststoff.

Stahl

Stahlkeile neigen zur Splitterbildung und bergen ein großes Verletzungsrisiko bei unsachgemäßer Handhabung. Spaltkeilte aus Stahl dürfen nicht mit Stahlwerkzeugen eingetrieben werden, da sich der Keil mit der Zeit abnutzt und einen sogenannten Bart bekommt. Hierbei legt sich die Kante der Schlagfläche um. Die Folge: Stahlsplitter platzen ab und verwandeln sich in gefährliche Geschosse.

Um das Splitterrisiko zu senken, sind die Flanken des Keils regelmäßig zu glätten. Außerdem sind zum Eintreiben Vorschlaghammer aus Holz oder mit einem Gummiüberzug zu nutzen.

Genutzt werden Spaltkeile immer seltener. Nicht zuletzt auch aufgrund des hohen Gewichts.

Aluminium

Keile aus Aluminium sind um ein vielfaches leichter als Stahlkeile und dennoch sehr stabil. Der Kontakt mit einem Stahlwerkzeug oder gar der Motorsäge führt nicht gleich zum Splittern. Bei der der Motorsäge wird lediglich die Sägekette etwas stumpf.

Bei starkem Frost sind Spaltkeile aus Kunststoff denen aus Aluminium überlegen.

Aluminiumkeile kommen vor allem zum Spalten von Holz zum Einsatz.

Kunststoff

Kunststoffkeile sind nochmals einen ticken leichter als Aluminiumkeile. Aufgrund des nicht vorhandenen Splitterrisikos kommen Kunststoffteile vermehrt zur Baumfällung zum Einsatz. Bei einem versehentlichen Kontakt mit einer Motorsäge, bleibt die Sägekette verschont.

Spaltkeil Hersteller

Im Folgenden eine Übersicht der renommiertesten Hersteller von Spaltkeilen, samt deren Modelle.

HerstellerModell
OchsenkopfAlu: OX 42 | OX 43 | OX 44 – OX 45 | OX 48
StihlAluminium: Alu-Hohlkeil | Motorsägenkeil | Alu Massivkeile | Drehspaltkeile
FiskarsStahl: Spaltkeil | Dreh-Spaltkeil | Dreh-Spaltkeil SAFE-T
weitereEIA, Signumat, Gränsfors, Nordforest

FPA-Siegel

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, ob der Spaltkeil vom Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) geprüft wurde. Die FPA (Forsttechnischer Prüfungsausschuss) ist hier das entscheidende Prüfungsverfahren.

Erfolgreich geprüfte Spaltkeile gelten als Brauchbar im harten Einsatz in der Forstwirtschaft und somit erst recht für den privaten Einsatz im Garten.

Copyright (Titelbild) – © uzkiland / Fotolia