Unkrautbrenner Test 2017: Die Testsieger

Unkrautbrenner im Test

Unkrautbrenner (auch: Abflammgerät) kommen vermehrt dort zum Einsatz, wo Unkraut nur schwer zu entfernen ist. Terrassen, Auffahrten und gepflasterte Flächen sind nur einige Stellen für die ein Unkrautbrenner besonders geeignet ist.

Kurz und knapp kann gesagt werden, dass Unkrautbrenner die bequemste Art sind um Unkraut zwischen Pflasterfugen zu entfernen.

Welche Abflammgeräte mehr und welche weniger zu empfehlen sind, darüber geben wir Auskunft in unserem Unkrautbrenner Test 2017.

Unkrautbrenner Test

In einem von uns durchgeführten Unkrautbrenner Test konnten wir bereits an viele Brenner Hand anlegen. Einen Vergleich der besten Unkrautbrenner finden Sie daher nachfolgend.

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Aufbau & Beschaffenheit

Die meisten Modelle von Unkrautbrennern laufen mit Gas, genauergesagt mit einer Propanflasche oder einer Gaskartusche.

Funktionsweise mit Gaskartusche

Das Prinzip ist sehr einfach gehalten. Die volle Gaskartusche muss zunächst in den dafür vorgesehenen Anschluss angesteckt werden. Das aus der Kartusche strömende Gas wird durch ein Rohr bis zur Düse geleitet, die sich am anderen Ende des Unkrautstechers befindet und speist dort eine Flamme.

Der Griff, an dem der Unkrautbrenner gehalten und gesteuert wird, ist in der Regel mit einer Piezozündung und einem Gasregler versehen. Während mittels der Piezozündung der Brenner per Knopfdruck entzündet werden kann. Dient der Gasregler zur mühelosen Regulierung der Flamme.

Die Düse am vorderen Ende des Unkrautbrenners ist meist von einem Schutzblech gegen Windeinflüsse umgeben.

So wirkt ein Unkrautbrenner

Das Unkraut wird dadurch beseitigt, indem es verbrannt wird. Die enorme Hitzeeinwirkung führt zu einer Beschädigung der Zellwände und somit der Eiweißmoleküle. Stichwort: Denaturierung. Die Wassermoleküle in den Zellen dehnen sich aufgrund der Hitze aus und bringen diese anschließend zum platzen.

Nach der „Behandlung“ sind die Pflanzen entweder komplett verbrannt oder so beschädigt, dass diese nach einigen Tagen eingehen.

Je nach Modell ist der Ursprung der hierzu erforderlicher Hitze entweder auf eine offene Flamme oder mehrerer 100° C heißer Luft zurückzuführen.

Anwendung

In einem Abstand von fünf bis 15 Zentimetern wird das Unkraut für gewisse Zeit der Flamme ausgesetzt. Alternativ kann man die Flamme langsam entlang der Fugen, zwischen denen Unkraut wächst entlangführen.

Um Gas zu sparen sollte man am besten tagsüber arbeiten, denn dann ist das Morgentau auf den Pflanzen vollständig weggetrocknet. Verstärkt wird der Effekt bei prallem Sonnenschein.

Ebenso reicht es aus, die Unkrautpflanzen nur so zu beschädigen, dass diese in wenigen Tagen von alleine eingehen. Natürlich kann man die Pflanzen vollständig ausbrennen. Allerdings ist dies nicht wirklich nötig, da dadurch nur mehr Energie verbraucht wird. Ebenso dauert die Arbeit auch wesentlich länger.

Mit dem Frühlingsanfang ist auch der ideale erste Zeitpunkt für das Abflammen gekommen. Jetzt ist die Bekämpfung äußerst effektiv, da das Unkraut noch relativ jung und somit klein und noch nicht gut durchwurzelt ist. Außerdem haben die Pflänzchen noch nicht mit der Samenbildung begonnen.

Vor- und Nachteile

Im direkten Vergleich zur Unkrautbeseitigung mit einem Fugenkratzer oder einem Unkrautstecher ergeben sich zum Unkrautbrenner diverse Vor-, aber auch Nachteile.

Vorteile

  • Bequeme und rückenschonende Art der Unkrautentfernung.
  • Schont die Fuge. Es muss kein Fugensand nachgefüllt werden, wie es etwa der Fall nach dem Jäten ist.
  • Einsatz von Chemikalien wird gegebenenfalls vermieden.

Nachteile

  • Teurer in der Anschaffung und es entstehen Folgekosten, da für den Betrieb Gas oder Strom erforderlich.
  • Wurzelsystem bleibt meist intakt und wird nicht vernichtet. Daher ist gerade zu Anfang eine regelmäßige Nachbehandlung notwendig.
  • Ökologisch nicht sinnvoll. Gas wird verbrannt oder Strom verbraucht.

Ausführungen

Unkrautbrenner ist nicht gleich Unkrautbrenner. Zwar funktionieren alle Geräte nach dem gleichen Schema. Unterschiede ergeben sich jedoch vor allem im Bereich der Energiezufuhr.

mit Gaskartusche

Am weitverbreitetsten sind Unkrautbrenner, die mit einer Gaskartusche betrieben werden. Diese mit Druck arbeitenden Dosen sind meist mit einem 30 % Propan und 70 % Butan Gemisch gefüllt.

Der Anschluss für die Gaskartusche befindet sich am hinteren Ende des Griffs. Die Inbetriebnahme und Handhabung ist simpel und bequem zugleich. Einfach die Kartusche an den Anschluss einschrauben und schon ist der Brenner betriebsbereit.

Außerdem sind mit Gaskartuschen betriebene Unkrautbrenner vergleichsweise kostengünstig. Für Gaskartuschen spricht außerdem, dass diese die Unkrautbekämpfung auch fernab eines Anschlusses erlauben.

Zu gewöhnlich reicht eine Kartusche für eine Fläche von 10 bis 15 m² aus. Je nach Wetterverhältnisse, Anzahl und Größe der Unkrautpflanzen variiert der Wert.

Ideal sind diese Art von Abflammgeräte für kleinere Flächen, wie etwa einen schmalen Gehweg, eine Terrasse oder einspurige Auffahrt.

Vorteile

  • Bequeme und leichte Handhabung
  • Platzsparende Aufbewahrung

Nachteile

  • Hoher Müllausstoss, da Kartuschen nicht lange halten und Gas nicht vollständig verbraucht werden kann
  • Höhere Folgekosten, da Gaskartuschen in Relation zur Flächenleistung nicht gerade günstig sind

mit Propangasflasche

Für größere Flächen empfehlen sich mit einer Propangasflasche betriebene Unkrautbrenner.

Propangasflaschen fassen deutlich mehr an Gas als Kartuschen und müssen daher seltener ausgetauscht werden, was sowohl dem Portmonee, als auch der Umwelt zu Gute kommt.

Die Propangasflasche wird mittels eines meterlangen Zuleitungsschlauch mit dem Unkrautbrenner verbunden. Ein an der Gasflasche montierter Druckminderer sorgt für eine Reduzierung des Drucks von 8 auf 2,5 bar.

Damit nicht unnötig Gas verbraucht wird, brennt die Flamme bei nicht Drücken des Schalters lediglich auf Sparflamme weiter.

Großer Schwachpunkt bei mit Propangasflaschen betriebenen Unkrautbrennern ist die geringe Flexibilität und schlechtere Handhabung. Propangasflaschen sind relativ schwer und nicht so leicht zu transportieren.

Diese Art eines Abflammgeräts wird nicht nur zum Unkrautbrennen benutzt, sondern auch von Dachdeckern zum Erhitzen von Teerpappe.

Vorteile

  • In Relation des Preises zum Inhalt sind Propangasflaschen günstiger als Gaskartuschen
  • Es fällt kaum Müll an, da Propangasflaschen wiederverwendbar sind
  • Propangasflaschen müssen nicht so oft ausgewechselt werden

Nachteile

  • Unhandlich, schwer im Transport und längerer Aufbau von Nöten
  • Für Laien aufgrund des Anschlusses und der bis zu 1000° C heißen und relativ großen Flamme nicht ganz ungefährlich

mit Elektromotor

Eine Alternative zu gasbetriebenen Abflammgeräten sind elektrische Unkrautbrenner.

Anstelle einer Flamme beseitigt ein bis zu 650° C heißer Hitzestrahl das Unkraut. Angeschlossen an einen Stromanschluss, erzeugt ein mehrerer tausend Watt starker elektrischer Motor einen heißen Luftstrom.

Die mit der Heizspirale erzeugte heiße Luft strömt aus der Düse und muss nur noch über das Unkraut gehalten werden.

Für elektrische Unkrautbrenner spricht, dass diese ausgesprochen sicher und umweltschonend sind. Außerdem müssen keine Gaskartuschen und Propangasflasche angeschafft bzw. regelmäßig ausgewechselt werden.

Größter Kritikpunkt betrifft die Abhängigkeit an einen Stromanschluss und die dadurch geringe Flexibilität.

Vorteile

  • Umweltschonend, da kein Gas verbrannt wird
  • Geringe Folgekosten, da Strom preiswerter als Gas ist

Nachteile

  • Relativ teuer bei der Anschaffung
  • Wenig flexibel und Abhängig von einem Stromanschluss

Sicherheitshinweise

Die Arbeit mit einem Unkrautbrenner bedarf größter Achtsamkeit.

Daher sollte man schon beim Kauf auf die Sicherheit achten und sich nur für Geräte mit dem Siegel Geprüfte Sicherheit (GS-Zeichen) entscheiden.

Unkrautbrenner mit Piezozündung sind vorzuziehen. Bei Geräten mit einer Piezozündung muss nicht selbst mit einem Feuerzeug/ Streichhölzern hantiert werden. Die Zündung lässt sich komfortabel und sicher am Griff des Unkrautbrenners vornehmen.

Vor der Arbeit ist die zu bearbeitende Fläche vor getrocknetem Grasschnitt, Laub, Moss, kleinen Ästen und anderem leicht entflammbaren Materialien zu befreien. Ansonsten könnten sich diese versehentlich entzünden und vom Wind fortgetragen werden. Am besten sollte es beim Abflammen sowieso windstill sein.

Ein Gartenschlauch oder ein Eimer voll mit Wasser sollte immer griffbereit zur Hand sein, falls es dennoch zu einer versehentlichen Entzündung kommen sollte.